Über zehn Jahre war sie zumindest für die Weltöffentlichkeit von der Bühne verschwunden. Mit Welthits wie „Baby, Baby“ oder einem der besten christlichen Alben - „Lead me on“ - hatte sie jahrelang für Furore gesorgt. Über 30 Millionen verkaufter Alben, über 2,2 Milliarden Streams weltweit, sechs Grammy Awards zeugten von ihrer Beliebtheit. Sie war die erste christliche Musikerin, die weltweit Erfolg hatte und Platin-Alben veröffentlicht hat. Dann wurde es etwas still, was sich jetzt aber ändert. Und wie!
Vorgestellt von Steve Volke
Genre:
Country-Mucke
Wer isses?
Amy Grant gehört gemeinsam mit Michael W. Smith zu den festen Größen der christlichen, modernen Musikszene weltweit. Ihre Songs wie z.B. „El Shaddai“ oder auch „Thy word“ haben Eingang in viele Liederbücher gehalten, ihre Musik hat sich auf Millionen Plattentellern und in Millionen CD-Playern gedreht. Nach einigen persönlichen Turbulenzen ist sie nun seit 25 Jahren mit dem Musiker Vince Gill verheiratet. Beide haben vor kurzem ein unglaubliches Comeback auf die internationale Bühne erlebt.
Mehr zu ihr: https://de.wikipedia.org/wiki/Amy_Grant
Was gibt´s auf die Ohren?
Mit „The 6th of January“ meldet sie sich nun nachhaltig auf der Showbühne zurück. Es ist ein Country-Song, der nicht nur von guten alten Zeiten schwärmt. Inhaltlich geht es um die Woodstock-Generation und darum, wo der Geist von Freiheit, Solidarität und gemeinsamen „Wir-Gefühl“ geblieben ist.
Amy Grant sagt dazu: „Wir alle versuchen, unseren Weg zu finden. Dieser Song ist der Beginn meiner Geschichte, in der ich in Unruhe sitze und daran wachse. Es ist nicht nur der Beginn der Geschichten von „mir“, sondern auch davon, wie wir zu einem „Wir“ werden können.“
Der Song, der von dem renommierten Musiker und Hall of Famer-Mitglied Mac McAnally produziert wurde, beschäftigt sich mit Themen wie Heilung, Einheit und Verbundenheit in einer Welt, die mit Unruhen zu kämpfen hat. Inspiriert vom Idealismus der Woodstock-Ära und kulturellen Meilensteinen wie Harpers Ferry und John Lennon, laden Grants Texte die Zuhörer dazu ein, darüber nachzudenken, wie gemeinsame Perspektiven und Empathie Menschen zusammenbringen können.
Und wie isses?
Grants neuer Song lädt die Zuhörer ein, darüber nachzudenken, wie gemeinsame Perspektiven und Empathie Menschen zusammenbringen können. In unserer Zeit – nicht nur für die USA – wichtig! Musikalisch ist es ein sehr eingängiges Stück, das Spaß auf mehr macht. Und das wird kommen, denn Grant hat für dieses Jahr ein neues Album und eine Welt-Tournee (u.a. auch in Europa) angekündigt.
Dieser Song gibt sich nicht wichtig. Er predigt nicht. Er schwelgt nicht in Nostalgie um der Nostalgie willen.
Gleichzeitig wird dieser Song bei den US-Evangelikalen Pickel auslösen (siehe Kommentar).
Musikalisch ist die Zurückhaltung der springende Punkt. Das Arrangement überschattet niemals die Botschaft. Amys Gesang ist warm, die Stimme von jemandem, der Dinge gefühlt, Dinge verloren und sich dennoch entschieden hat, weiterzumachen.
Dieses Appetithäppchen macht in der Tat Lust auf mehr. Bin sehr gespannt, wie das Album wird. Und sollte sie auf ihrer Welttournee auch in Deutschland Station machen, weiß ich, was ich machen werde: Hingehen!
Hier ist der Song auf Youtube zu sehen:
https://youtu.be/jAl05lQm4nQ?si=YpGURKsX9I0eh1tL

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Steve Volke (Donnerstag, 15 Januar 2026 17:55)
Die andere Seite
Rezi vom frommen US-Journalist Caleb Parke
� HAT DIE „KÖNIGIN DES CCM“ IHREN WEG VERLOREN? �
Viele von uns sind mit der Musik von Amy Grant aufgewachsen, die zu Hause gespielt wurde. Von „El Shaddai” bis „Thy Word” war ihre Stimme der Soundtrack einer Generation des Glaubens. Aber ihre neueste Single „The 6th of January (Yasgur’s Farm)” lässt viele christliche Fans ratlos zurück – und zutiefst enttäuscht.
In ihrem ersten eigenen Song seit über einem Jahrzehnt weist Grant ihre Zuhörer nicht auf das Evangelium als Quelle der Hoffnung hin. Stattdessen blickt sie wehmütig auf Woodstock zurück. Nein, im Ernst, ein Ereignis, das von „freier Liebe”, zügellosem Drogenkonsum und der Ablehnung traditioneller Werte geprägt war.
Noch beunruhigender? Der Song lehnt sich stark an den Idealismus von John Lennons „Imagine“ an, einem Song, der für seine Zeilen „Imagine there's no heaven“ und „no religion too“ berühmt ist.
Hier liegt der Kern des Problems:
❌ Sie vergleicht die Unruhen vom 6. Januar mit dem „verlorenen Idealismus“ einer gottlosen Gegenkultur der 1960er Jahre.
❌ Sie sehnt sich nach einer „Rückkehr zu Yasgurs Farm“ statt nach einer Rückkehr zur biblischen Wahrheit.
❌ Sie ignoriert, dass der „Frieden“, den die Welt bietet, ein hohler Ersatz für den Frieden Christi ist.
Ein Pastor sagte gegenüber der Christian Post: „Jeder, der glaubt, dass Woodstock oder John Lennons ‚Imagine‘ etwas sind, das man feiern sollte, hat ... wirklich den Weg verloren.“
Es ist eine herzzerreißende Erinnerung daran, dass selbst diejenigen, die wir einst als spirituelle Führer bewundert haben, vom „Zeitgeist“ mitgerissen werden können. Wir brauchen nicht das „Imagine“ von John Lennon; wir brauchen die Wahrheit Jesu Christi. ��
John Lennon; wir brauchen die Wahrheit Jesu Christi. ��
Was denken Sie darüber? �
Frank Ramrath (Freitag, 16 Januar 2026 14:13)
FriendsofAmy seit rund 40 Jahren
Bleibt so. Sie holt auch (noch)nicht Gläubige ab.
US Prediger haben Rechtfertigung eher nötig als Amy