Die einen tun es in der vollbesetzten U-Bahn, die anderen stehen im „stillen Kämmerlein“ und strecken Hände und Kopf in die Höhe. Manche knien nieder, andere sitzen bequem mit gekreuzten Beinen. Für manche gehört es zum Tagesablauf wie das Zähneputzen, andere kommen nur hin und wieder dazu und wieder anderen kommt es nur in absoluten Grenzsituationen in den Sinn. Und manche tun es nie, würden es aber gern mal tun! Denn Beten verbindet Welten.
Mein Vater war Pastor und Seelsorger. Irgendwann hatte er die Nase voll, denn in der Kunst begegneten ihm immer nur dramatische Gemälde vom „sinkenden Petrus“. Das wollte er ändern. Und so beauftragte er einen Maler, die Szenerie mal so darzustellen wie sie auch war: Der „formerly known as sinkende Petrus“ geht an der Seite von Jesus auf dem Wasser.