Ich sitze in diesem etwa 20 Quadratmeter großen Zelt hinter einer Blechfassade in einem von zwölf Flüchtlingslagern in der Nähe von Addis Abeba, Äthiopien. Etwa zehn Frauen und drei Männer haben mich in ihre Welt hineingenommen, die mir unbekannt ist. Das Nachbarzelt steht direkt nebenan, und durch die dünnen Zeltwände kann ich Bruchstücke der dort geführten Gespräche hören.
Anfang November wären wir mit „Cry of the Poor“ wieder auf Tournee gewesen. „Seid ihr nicht“, sagt Corona. Aber wir lassen uns nicht kleinkriegen. Deshalb haben wir 3 Songs und 1 Story im Studio live eingespielt. Steve Volke, Helmut Jost und Ruthild Wilson zeigen wie es live gewesen wäre. Viel Vergnüngen. CoVid-19 darf nicht das letzte Wort haben. Armut darf nicht das letzte Wort haben.
Mein Beruf bringt es mit sich, dass ich viele interessante Menschen rund um den Erdball kennen lerne. Als CEO eines international tätigen Kinderhilfswerks habe ich seit 2007 in den ärmsten Gegenden Menschen kennen gelernt, deren Geschichten mich bereichert haben. Wie die von Kanani, die ich im März 2019 in Äthiopien kennenlernen durfte. Und weil sie und die vielen anderen bereit waren, ein Stück ihres Lebens mit mir zu teilen, soll ihr der erste Beitrag unter „Typen“ auf´s Steve´s Blog gelten.