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7 Irrtümer über das Glück, die du auch gerne glaubst

„Einfach glücklich sein“, wer wollte das nicht? Faulenzen macht glücklich, oder? Zu allen Zeiten versuchen Menschen, dem Geheimnis des Glücks auf die Spur zu kommen. Dabei verlaufen sich viele und begeben sich auf den Holzweg. Wir entlarven heute “7 Irrtümer über das Glück“, denen du mit Sicherheiten auch schon aufgesessen bist.  Teil 3 der Serie zum Thema „Glückliches Leben".

Irrtum #1: Zum Glück muss man geboren sein!

 

Das ist nicht völliger Unsinn, denn um glücklich zu werden, müssen wir tatsächlich geboren sein …
Aber Scherz beiseite. Dieser Spruch impliziert, dass es Menschen gibt, die von Geburt an Glück haben und glücklich sind und andere eben nicht. Und zu welcher Gruppe wir gehören, das ist Schicksal. Das stimmt nicht, denn sonst wäre ja überhaupt keine Entwicklung in deinem Leben möglich. Ist sie aber. Und deine innere Einstellung zu den Dingen, die dir begegnen oder passieren, hast nur du selbst in der Hand.

 

Irrtum #2: Glücklichsein kann man nicht lernen!

 

Wenn du Glück als ein „Schicksal“ ansiehst, dann stimmt dieser Satz. Aber siehe Irrtum #1, es ist kein Schicksal. Also hat es mit unserer Lebenseinstellung zu tun. So wie du die Welt siehst, so ist sie. Im alten Märchen von „Hans im Glück“ kannst du das schön sehen. Der Typ hat eigentlich nur schlechte Tauschgeschäfte gemacht. Weil er sie aber als Gewinn angesehen hat, ging es ihm anschließend immer besser als vorher. Wenn du die Augen für die schönen Dinge im Leben aufhältst und deine Augen schulst, das Besondere zu entdecken, dann kannst du Glück tatsächlich lernen.

 

Laut dem Glücksforscher Stefan Klein (Buch: „Die Glücksformel“) hat jeder Mensch in seinem Gehirn ein Glückssystem. So, wie wir mit der Fähigkeit zu sprechen auf die Welt kommen, sind wir auch für gute Gefühle programmiert. Jeder Mensch – so Klein – verfügt über die notwendigen Anlagen, glücklich zu sein. Daher: Wir müssen nur sprachfähig werden und die Sprache des Glücks immer besser verstehen.

 

Irrtum #3: Das Glück will erzwungen sein!

 

Wir Menschen sind so gebaut, dass wir viel zu oft denken, es ginge nur mit Kraft und Macht. „Alles eine Frage des Willens …“, so sagen wir uns und setzen alle Energie ein, um ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen. Gute Methode beim Lösen von festgerosteten Schrauben, aber nicht, wenn wir glücklich leben wollen. Denn das Glück kannst du nicht erzwingen. „Das Glück ist wie ein Schmetterling. Jage ihm nach und du wirst ihn verfehlen, setze dich hin, und er setzt sich auf dein Knie.“

 

 

Irrtum #4: Glücklich sein kann nur, wem es gut geht!

 

Echt jetzt? Und was ist, wenn die äußeren Umstände kompletter Mist sind, und die Zukunftsperspektive düster aussieht? Auch dann können Menschen glücklich sein. Ich habe Kinder in den übelsten Slums in Afrika gesehen, die fröhlich waren, gelacht haben – ja, die sogar in meinen Augen glücklich waren. Ob du Glück erlebst oder nicht, hat mehr mit deiner eigenen Einstellung zu tun als mit den äußeren Umständen.

 Es gibt Millionäre, die sich aus Lebensfrust umbringen. Es gibt Lottogewinner, die nach vier Wochen wieder ihre Grundunzufriedenheit leben. Dagegen gibt es Menschen, denen das Leben übel mitgespielt hat, die vielleicht behindert, krank, verarmt sind – und trotzdem glücklich.

 Oberhalb der Armutsgrenze steigert Geld die Lebenszufriedenheit nur noch minimal. Sind die Grundbedürfnisse gedeckt, spielt Geld in Bezug auf das Glück keine große Rolle mehr.

Die glücklichsten Menschen der Welt leben in Mexiko oder Puerto Rico. Dabei geht es ihnen wirtschaftlich alles andere als gut. Aber die Lateinamerikaner haben offensichtlich eine positive Einstellung zum Leben – und sind daher glücklicher.

 

Irrtum #5:  Faulenzen macht glücklich!

 

Wäre schön, oder? Einfach in der Sonne an irgendeinem See oder Strand rumliegen, Nichts tun und glücklich sein. In solchen Situationen können wir tatsächlich Glück erleben, aber grundsätzlich ist das eher die Ausnahme als die Regel. Sich dauerhaft auf die faule Haut zu legen macht träge. Sinnvolle Aufgaben, ein Arbeitsplatz, der Spaß macht, sich mit anderen Menschen zu treffen, um gemeinsam etwas zu erreichen, zu erleben oder zu schaffen, macht glücklich! Okay, Faul sein auch, aber nur einen Moment lang.

 

Irrtum #6: Glücklich sein macht satt und träge

 

Falsch! Das Gegenteil stimmt. Freude erleben ist wie ein Dope in unserem Leben. Wir wollen so etwas immer wieder erleben. Glückliche Menschen können zu Höchstleistungen auflaufen, weil sie das Glücksgefühl immer wieder erleben wollen.

 

Warum schreibt der ehemalige Beatle Paul McCartney mit über 70 Jahren noch Songs und nimmt eine neue CD auf? Warum gibt es erfolgreiche Unternehmer, denen die Milliarde nicht reicht, sondern die immer noch mehr verdienen müssen?

 

Warum gibt es Menschen, die immer wieder neu nach Glück suchen und dafür sogar besondere Herausforderungen in Kauf nehmen? Weil Glück zu erleben süchtig macht – und nicht satt und träge.

 

Irrtum #7:  Gott will nicht, dass ich glücklich bin

 

Wenn du so etwas denkst, dann musst du dir die Frage gefallen lassen, woher du das weißt? Ob der Glaube an Gott zu deinem Glück beiträgt oder nicht, hängt unmittelbar damit zusammen, was du über Gott denkst. Wenn er für dich in weiter Ferne ist und das Schicksal der Menschen per Knopfdruck lenkt, wirst du zu anderen Ergebnissen kommen, als wenn du über Gott denkst, dass du ihm in deinem Leben begegnen kannst und mit ihm reden kannst wie mit einem Freund. Christen wissen, dass das möglich ist. Und sie wissen auch, dass Gott erlebbar ist. Und das macht viele von ihnen glücklich. Deshalb such dir gute Gesprächspartner, um diese Frage zu klären.

 

In den nächsten Schritten auf unserer Suche nach Glück, geht es um die „7 Geheimnisse glücklicher Menschen“. Und wir schauen uns ein paar gute Beispiele von Menschen an, die Glück oder Pech hatten – und wie sie damit umgegangen sind.

  

Teil 4 kommt bald …