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Ist das Glück oder kann das weg? – 7 Wege, deine Vergangenheit zu vergessen

Diese Diva kann uns die schönsten Momente zunichtemachen, ist im Stande, unsere Beziehungen zu zerstören und sie legt immer wieder Stricke aus, die uns zum Straucheln bringen. Leider begleitet uns diese stille Freundin durchs Leben und quatscht immer wieder an den unpassendsten Stellen dazwischen. Sie kann sogar Gift streuen und uns das Leben kräftig vermiesen. Wer diese Lady ist und wie du mit ihr fertig wirst – Teil 5 der Serie: „Glückliches Leben“.

Diese Lady kommt meistens auf ganz leisen Sohlen, schleicht sich in unser Leben – und PÄNG: sie schlägt gerade dann zu, wenn wir es am wenigsten erwarten. Ihr Name ist „Vergangenheit“ und sie hat einen größeren Einfluss auf unser Leben als uns lieb ist.

 

Der lange Arm der Vergangenheit

 

Unsere Vergangenheit hat sehr viel mit unserer Gegenwart zu tun. Die Vergangenheit hat für unser Leben eine größere Bedeutung als uns manchmal lieb ist. Wir kennen es vielleicht, wenn die Sprache auf jemanden kommt, der „dunkle Flecken in seiner Vergangenheit“ hat. Oder wenn wir in einer Gruppe zusammensitzen und dann kommt die Sprache auf jemanden, der immer dieselben Probleme hat. Dann wird schnell gesagt: „Na ja, der oder die hatte doch schon eine schwere Kindheit und musste in der Vergangenheit viel durchleben“.

 

Die Vergangenheit ist in unserer Gegenwart immer anwesend. Und unser Leben wird entscheidend von ihr geprägt, wenn wir nicht lernen, mit dieser Diva richtig umzugehen. Sie schleicht sich mal etwas launisch, manchmal extravagant oder manchmal auch etwas weinerlich und zu Herzen gehend in unser Leben.

 

Im Wesentlichen sind es drei Faktoren, die dabei eine große Rolle spielen:

 

1.    Unsere Herkunft – Wo kommen wir her? Aus welchen Verhältnissen stammen wir? In welche Familie sind wir hineingeboren?

 

2.    Unser Charakter – Welche Anlagen haben wir? Welche Begabungen? Wurden sie gefördert oder behindert? Wer sind wir eigentlich und welche Werte haben wir in der Vergangenheit gelernt? Welche davon haben wir zu unseren eigenen gemacht?

 

3.    Unsere Einstellung – Wie gehen wir mit den Erfahrungen der Vergangenheit um? Halten sich positive und negative Erinnerungen die Waage oder überwiegen die positiven?
Wie gehen wir mit den Fehlern in unserem Leben um? Haben wir etwas aus ihnen gelernt oder liegen sie immer noch als Stolpersteine auf unserem Weg und wir fallen immer wieder hin?

 

Beschäftigen wir uns heute mal ein wenig mit dem ersten Punkt: Unserer Herkunft. Dazu wird es nötig sein, dass wir uns Zeit nehmen, um uns einmal intensiv mit uns selbst zu beschäftigen. Ich hoffe nicht, dass du das ohnehin immer unentwegt tust. Es soll ja Leute geben, die können ihre Umgebung nicht richtig erkennen, weil sie sich ständig um sich selbst drehen.

 

In welcher Familie wurdest du geboren?

Das Familienleben gehört zu den ersten und wichtigsten Erfahrungen in unserem Leben. Da wir als neue Erdenbürger ja noch keine Lebenserfahrung haben, denken wir lange Zeit, dass das Leben allgemein tatsächlich so ist, wie wir es in der eigenen Familie erleben. Das Beste ist natürlich, wenn wir eine glückliche Kindheit erleben. Denn diese positiven Starterfahrungen nehmen wir mit ins Leben. Die Liebe unserer Eltern, das gemeinsame Aufwachsen mit Geschwistern, die ersten Freunde, die ersten gemeinsamen Erlebnisse, wo wir mit anderen gemeinsam im Sport Siege erringen. Oder andere Situationen, wo wir gegen andere gewinnen oder verlieren. Sicher läuft vor Ihrem inneren Auge ein ganzer Film an Erinnerungen ab.

 

Woran denkst du als Erstes, wenn du an „zu Hause“ denkst? An die Eltern, die Geschwister, den Hund? Vielleicht daran, ein Bett gehabt zu haben, am gedeckten Tisch einen Platz gehabt zu haben, immer eine gut bestückte Vorratskammer vorgefunden zu haben, Liebe, Zärtlichkeit, ohne Maske leben zu können? Oder an Stress, Ärger, Streit, Gewalt, Kampf?

 

Sieben Fragen zur Vergangenheit

 

Der beste Weg, die Vergangenheit zu bewältigen, ist es, sich ihr zu stellen. Dazu könnten folgende 7 Fragen helfen:

 

#1: Was verbindest du mit dem Begriff „Zu Hause sein“?

 

#2: Wie siehst du dein Elternhaus und deine Erziehung?

 

#3: Wo hast du Glück erlebt und wo knirschte es im Zusammenleben und warum?

 

#4: Was schätzt du an deinem Geburtsort, deiner Heimatstadt?

 

#5: Welche Herausforderungen haben dich stark gemacht?

 

#6: Wie um alles in der Welt bist du das geworden, was du heute bist?

 

#7: Was hast du aus deiner Kindheit mitgenommen, das dir bis heute hilft, das Leben zu bewältigen und glücklich zu sein?

 

Teil 6 kommt bald …